Stundensatz-Rechner für Schweizer Handwerker
Berechne in 30 Sekunden, was du wirklich pro Stunde verrechnen musst — inklusive Schweizer Lohnnebenkosten (AHV, BVG, SUVA), Betriebskosten und realistischem Gewinnaufschlag. Mit branchenspezifischen Standardwerten für Maler, Elektriker, Sanitär, Schreiner und mehr.
- Selbstkosten pro Stunde
- CHF 72
- Jahreslohn brutto
- CHF 80'600
- Inkl. Lohnnebenkosten
- CHF 100'750
- Jahres-Betriebskosten
- CHF 14'400
- Gesamtkosten pro Jahr
- CHF 115'150
So funktioniert die Berechnung
Der Stundensatz für einen Schweizer Handwerksbetrieb basiert auf den jährlichen Vollkosten pro Mitarbeitendem, geteilt durch die tatsächlich verrechenbare Arbeitszeit, plus Aufschlägen für Gewinn und Risiko. Schritt für Schritt:
- 1Jahreslohn brutto = Bruttolohn pro Monat × Anzahl Monatslöhne. In der Schweiz üblich: 13 Monatslöhne.
- 2Arbeitgeber-Lohnnebenkostenkommen oben drauf: AHV/IV/EO, ALV, BVG, SUVA (variiert nach Branchenklasse — Maler & Elektriker niedriger, Bedachung höher), KTG, Familienzulagen. Gesamtbelastung in der Praxis: 22–28%.
- 3Betriebskosten pro Mitarbeitendem: Fahrzeug, Werkzeug, Werkstattmiete-Anteil, IT, Versicherungen, Marketing, Verwaltung. Je nach Beruf CHF 1'200–2'500 pro Monat.
- 4Verrechenbare Stunden pro Jahr: Bruttoarbeitszeit (~2'080 h) minus Ferien, Feiertage, Krankheit/Unfall, Weiterbildung und Werkstattzeit. Realistisch sind 1'500–1'700 Stunden.
- 5Selbstkostensatz = (Jahreslohn inkl. Nebenkosten + Jahres-Betriebskosten) / verrechenbare Stunden. Wer zu diesem Satz arbeitet, deckt nur Kosten — kein Gewinn, kein Garantie-Risiko.
- 6Empfohlener Stundensatz = Selbstkostensatz × (1 + Gewinnaufschlag + Risikozuschlag). Üblich: 10–20% Gewinn, 2–5% Risiko für Garantie und Forderungsausfälle.
Die häufigsten Fehler bei der Kalkulation
- Lohnnebenkosten vergessen. Wer nur den Bruttolohn rechnet, liegt 22–28% zu tief. Die Differenz zahlt am Ende der Betrieb aus eigener Tasche.
- Mit 2'000 Stunden pro Jahr rechnen. Realistisch sind 1'500–1'700. Ferien, Feiertage, Krankheit und Werkstattzeit schlagen mit 300–500 Stunden zu Buche.
- Betriebskosten unterschätzen. Fahrzeug, Werkzeug, Versicherungen, IT, Werkstattmiete, Buchhaltung — alles muss durch die Stundenzahl getragen werden.
- Kein Risikozuschlag. Garantieleistungen und seltene Forderungsausfälle gehören in jede Kalkulation. 2–5% sind realistisch.
- Preise aus dem Bauch. Der Wettbewerber-Preis ist kein gutes Argument — der hat vielleicht andere Strukturkosten oder verliert Geld. Rechne deine eigenen Zahlen.
Häufige Fragen
Wie berechnet sich der Stundensatz für Schweizer Handwerker?▾
Welche Lohnnebenkosten muss ich als Arbeitgeber in der Schweiz einrechnen?▾
Wie viele verrechenbare Stunden pro Jahr sind realistisch?▾
Warum unterscheiden sich Stundensätze zwischen Berufen?▾
Was ist der Unterschied zwischen Selbstkosten und Stundensatz?▾
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